Einsatzgebiete von Ölabscheidern

Der Leichtflüssigkeitsabscheider wird auch als Benzin-, Öl- oder als Mineralölabscheider bezeichnet. Diese Abscheider werden dann benötigt, wenn örtliche Regelungen die Reinigung von Abwasser mit Mineralölen nach DIN EN 1825 erfordern. Solche Abscheider sind dort erforderlich, wo wassergefährdende Stoffe durch Öle anfallen, wie zum Beispiel an Tankstellen, in Autowaschanlagen, in Kfz-Werkstätten, Flughäfen oder auf Schrottplätzen.

Der Ölabscheider dient der Abwasserbehandlung und damit dem Gewässer- und Umweltschutz. Entsprechend kommen diese Abscheiderlagen dort zur Anwendung, wo die Gefahr besteht, dass Stoffe wie Benzin, Öle oder sonstige Stoffe in das Abwasser fließen können.

Das Funktionsprinzip eines Ölabscheiders beruht auf einem Unterschied der Dichte der Ölbestandteile im Vergleich zum Wasser. So schwimmt das leichte Öl auf und sammelt sich auf der Oberfläche des Wassers an. Die auf diese Weise im Ölabscheider abgesonderten Leichtflüssigkeiten sammeln sich an der Oberfläche und können danach entsorgt werden. Hierbei ist eine zulässige Leistung von 20 Milligramm Gehalt möglich.

Die Weiterentwicklung von normalen Benzinabscheidern sind Koaleszenzabscheider. Diese Wirkung der Anlagen beruht auf der Methode der Koaleszenz. Das Zusammenfließen der kleinen Ölpartikeln zu größeren Öltropfen wird daher begünstigt. Somit können auch sehr kleine Öltropfen nach dem Schwerkraftprinzip nach oben schwimmen und getrennt werden. Daher wird eine höhere Reinigungsleistung bis zu 5 Milligramm erreicht.

Eine solche Abscheideranlage besteht aus einem Auffangbecken, dem Schlammfang und der Probeentnahme.

Hierbei ist der Schlammfang ein Auffangbecken, deren Größe in der entsprechenden Norm festgelegt wird. Das Mindestvolumen des Beckens beträgt 600 Liter. Weitere Größen sind 650 Liter, 2500 Liter und 5000 Liter. Der Schlammfang muss stets über eine Beschichtung verfügen und die Abdeckung muss auf einem ein Prallblech sitzen, damit das Wasser im Schlammfang flach und ruhig ist und der Schlamm sich absetzt.
Danach folgt die Abscheidereinheit. Um ein unkontrolliertes Austreten der Öle durch den Ablauf zu verhindern, ist es nötig, dass der Schwimmer in dem Abscheider vor Erreichen der jeweiligen Menge abgeschiedenem Öl den Ablauf des Abscheiders mechanisch verschließt. Jene Technik wird als automatischer Abschluss bezeichnet. Hierbei ist der Schwimmer auf die Dichte der zu erwartenden Öle tariert. Ältere Abscheider ohne eine solche Einrichtung sind heutzutage nicht mehr zulässig.

Klassische Anwendungsgebiete für solche Anlagen sind Waschanlagen für Groß- und Kraftfahrzeuge, Transport- und Verkehrsbetriebe, militärischen Einrichtungen, Flughäfen und Kraftwerke. Auch in Entsorgungsbetrieben oder Schrottplätzen, Transportunternehmen, kommunalen Einrichtungen oder Fuhrparks kommen solche Abscheider zur Anwendung.
Die Regelung zur Abwassereinleitung, Anforderungen und Pflichten für den Betreiber dieser Betriebe werden in den §§ 57 und 58 des geltenden Wasserhaushaltsgesetzes geregelt.

Wenn nun ein Leichtflüssigkeitsabscheider zwei Flüssigkeiten trennt, die nicht mischbar sind (z. B. Öl und Wasser), in einem Becken sammelt, werden jene Flüssigkeiten, die leichter als das Wasser sind an der Tauchwand abgeschieden. So fließt das Abwasser unter der Tauchwand hindurch und die Öltropfen schwimmen auf und können die Wand nicht mehr passieren.
Daher sind solche Leichtflüssigkeitsabscheideranlagen für die Trennung von Ölen oder Benzin vom Abwasser mithilfe der Schwerkraft konzipiert und dürfen daher nicht für die Einleitung tierischer oder pflanzlicher Fette und Öle, Säuren, organische Lösemittel, Laugen oder Frostschutzmittel verwendet werden.
Grundsätzlich sind Abscheideranlagen exklusiv für Verkehrsflächen und mit der für den Betrieb einwandfreien Einbautiefe zu entwerfen.